Schüler begeistert von der Altenpflege

Pflegenetzwerk Katharina informierte Jugendliche über Ausbildungsmöglichkeiten

Über Berufe in der Altenpflege informierten sich Schülerinnen und Schüler der Bischöflichen Liebfrauenschule, Berufskolleg des Bistums Aachen, während der Ausbildungsbörse des Pflegenetzwerks Katharina.

Berufe in der Altenpflege stellte das Pflegenetzwerk Katharina auf einer Ausbildungsbörse im Haus der Regionen vor. An der Veranstaltung nahmen rund hundert Schülerinnen und Schüler der Bischöflichen Liebfrauenschule, Berufskolleg des Bistums Aachen, teil.

Gerade ist Magnus Lambertz in 60 Sekunden um 60 Jahre gealtert. Der 16-Jährige hat den „Alterssimulations-Anzug“ angezogen. Mit Gelenkbandagen an Ellenbogen und Knien, Gewichtsmanschetten und -weste, Halskrause, Kopfhörer und Brille kann er sich nur mühsam bewegen, schlecht hören und wenig sehen. „Puh“, sagt Magnus, „da ist man sehr eingeschränkt.“ Nachdem er den Anzug am Stand des Caritasverbandes wieder losgeworden ist, atmet er tief durch: „Ich wollte mal wissen, wie sich alte Menschen fühlen“, erläutert der Jugendliche, der die Fachoberschule im Schwerpunkt Gesundheit besucht, in einem Krankenhaus arbeitet und später Arzt werden will. Und wie ist das so? „Nicht schön“, erwidert der junge Mönchengladbacher.


In welcher Reihenfolge werden die Körperpartien bei einem Bewohner im Altenheim gewaschen? Wie hoch ist mein Blutzucker? Was verdient man während der Altenpflege- Ausbildung? Wie fühlt sich ein dementer Mensch? All diese Fragen und noch viele mehr wurden während der Ausbildungsbörse in Gesprächen und kleinen Übungen beantwortet. Auszubildende und Ausbilder der im Pflegenetzwerk Katharina zusammengeschlossenen Träger von Altenheimen, Pflegediensten und Tagespflegen aus Mönchengladbach, Jüchen und Korschenbroich standen den jungen Besuchern ausführlich Rede und Antwort. Die Fachoberschüler und angehenden Sozialassistenten der Bischöflichen Liebfrauenschule, Berufskolleg des Bistums Aachen, nutzten die Gelegenheit, sich umfassend zu informieren.

1.140 Euro – so viel erhalten angehende Altenpfleger ab 2019 im ersten Jahr als Ausbildungsvergütung bei einem der fünf Mitglieder des Pflegenetzwerks Katharina, mehr als 1.300 Euro sind es im dritten Ausbildungsjahr. Das erfahren die Fachoberschülerinnen Anna Wolff (16) und Mariele Ernsdorf (18) im Gespräch mit Denise Henne. Die 24-Jährige ist Auszubildende beim Katharinenstift. „In der Altenpflege arbeitet ihr auch schon mal am Wochenende, dafür erhaltet ihr aber Zuschläge“, erläutert Denise, die im nächsten Jahr ihr Examen macht. Und: „Ihr werdet gut ausgebildet.“ Die beiden Jugendlichen finden die Informationen spannend. „Ich hatte den Beruf vorher nicht so auf dem Schirm“, sagt Anna, „er ist sehr vielschichtig.“ Mariele möchte bisher gerne Krankenschwester werden. Aber sie kann sich auch vorstellen, in einem Altenheim zu arbeiten. „Ich finde es interessant, alte Menschen zu pflegen und ihnen zu helfen.“ Der Besuch der Ausbildungsbörse hat sich für sie gelohnt: „Bisher hatte ich nicht im Blick, was den Beruf so ausmacht.“

Auch die Leiterin der Bischöflichen Liebfrauenschule, Dr. Ulrike Thies, zieht ein positives Fazit: „Die Ausbildungsbörse hat unseren Schülerinnen und Schülern einen lebendigen Eindruck von der Vielfalt der Einrichtungen im Pflegenetzwerk Katharina vermittelt“, sagt sie. Begeistert von der Resonanz war Frank Polixa, Geschäftsführer des Caritasverbandes Region Mönchengladbach und Kooperationspartner im Pflegenetzwerk Katharina: „Der Vormittag hat unheimlich viel Spaß gemacht, weil so viele interessierte junge Menschen da waren. Nun hoffen wir, dass wir sie in Gesundheits- und Pflegeberufen wiedersehen – gerne in den Einrichtungen unseres Pflegenetzwerks.“

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